Skip to main content

NAMIBIA Wüstenerlebis – BOTSWANA Safari – SAMBIA Zambesi River , Victoria Falls

AFRIKA at it’s best *

Unsere Route


Nach einer verspäteten Ankunft in Windhoek und einer ungeplanten Zwischenübernachtung begann unser Namibia-Abenteuer erst am nächsten Morgen so richtig. Der Privatflug mit Wilderness Air Richtung Sossusvlei war bereits ein Erlebnis für sich: Je weiter wir uns von der Zivilisation entfernten, desto surrealer wurde die Landschaft unter uns. Schließlich setzte das kleine Flugzeug auf einer Landepiste mitten in der Wüste auf. Ein Moment, der sofort klar machte, wie abgelegen und ursprünglich dieser Ort ist.

&Beyond Sossusvlei Desert Lodge

Wir wurden bereits herzlich erwartet und empfangen und fuhren im offenen Jeep durch die endlose Weite zur &Beyond Sossusvlei Desert Lodge. Schon die Ankunft war beeindruckend. Die Lodge fügt sich nahezu nahtlos in die karge Umgebung der Namib ein und wirkt gleichzeitig wie ein luxuriöser Rückzugsort fernab der Welt. Klare Linien, natürliche Materialien und großzügige Glasfronten holen die Wüste ins Innere , ohne sie zu stören.

Die Namib-Wüste, eine der ältesten Wüsten der Erde, entfaltet hier ihre ganze Magie. Was uns sofort faszinierte, war die Weite, die vollkommene Stille und dieses Gefühl von Zeitlosigkeit. Die Landschaft wirkt archaisch, fast außerirdisch, und doch unglaublich beruhigend. Die Farben wechseln je nach Lichteinfall von sanften Beige- und Ockertönen bis zu tiefem Rot, besonders in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.

Am Nachmittag stand die Desert Rock Activity mit unserem Guide Mario auf dem Programm…ein geologischer Ausflug, teils im Fahrzeug, teils zu Fuß. Mario erklärte uns die Entstehung dieser einzigartigen Landschaft, deren Topografie durch tektonische Hebungen nach der Trennung des Urkontinents Gondwana von Südamerika freigelegt wurde. Besonders spannend war es, die „junge Geologie“ in Aktion zu sehen: wandernde Dünen, vom Wind geformte Felsen und eine Landschaft, die sich stetig verändert.

Am Abend folgte ein weiteres Highlight. Gemeinsam mit einem Experten beobachteten wir den Sternenhimmel durch ein Teleskop. Die Klarheit des Nachthimmels war schlicht überwältigend. Fernab jeglicher Lichtverschmutzung öffnete sich ein Blick ins Universum, wie man ihn nur an ganz wenigen Orten der Welt erlebt.

Am nächsten Morgen ging es noch vor Sonnenaufgang los zur Big Dune Walk Activity im &Beyond Sossusvlei Private Desert Reserve, dem einzigen privaten Reservat mit den ikonischen Star Dunes Namibias. In aller Stille wanderten wir durch die Dünenlandschaft, während die Sonne langsam aufging und das Licht die Sandformationen zum Leuchten brachte. Zeit, die Umgebung bewusst wahrzunehmen, durchzuatmen und die Dimensionen dieser Landschaft zu begreifen. Abgerundet wurde das Erlebnis mit einem liebevoll vorbereiteten Picknickfrühstück mitten in der Wüste.

„Big Daddy“ ist die Düne in Sossusvlei, die man voller Ehrgeiz hinaufklettert – und spätestens auf halber Höhe sehr ernsthaft über seine Lebensentscheidungen nachdenkt.“

Gabriele und Andras

Danke an das ganze Team!


Wolwedans

Am Nachmittag wartete bereits das nächste Kapitel unserer Reise. Johannes, unser Guide für die kommenden Tage, holte uns ab und brachte uns nach Wolwedans, tief hinein in die unberührte Weite der NamibRand Nature Reserve.

Wolwedans ist weit mehr als eine Lodge. Es ist ein konsequent durchdachtes Konzept. Nachhaltigkeit, Naturschutz und ein respektvoller Umgang mit Mensch und Umwelt stehen hier im Mittelpunkt. Die Camps und Lodges sind bewusst reduziert, architektonisch schlicht und so platziert, dass sie die Landschaft nicht dominieren, sondern Teil von ihr werden. Energie wird weitgehend autark erzeugt, Ressourcen werden sorgsam genutzt, und der Fokus liegt darauf, Gästen die Wüste in ihrer ursprünglichen Form näherzubringen. Ruhig, ehrlich und ohne Inszenierung.

Wir waren im Dunes Camp untergebracht und hatten das Privileg, die einzigen Gäste zu sein. Ein Erlebnis, das sich kaum in Worte fassen lässt. Das Camp besteht aus wenigen, sehr liebevoll gestalteten Zelten, die sich sanft in die Dünen einfügen. Unser Zelt war gemütlich, klar und bewusst schlicht gehalten. Kein überflüssiger Luxus, dafür absolute Ruhe und ein atemberaubender Blick über die scheinbar endlosen Weiten der Wüste. Man fühlt sich hier nicht wie ein Besucher, sondern wie ein stiller Teil der Landschaft.

Am Abend unternahmen wir mit Johannes Sundownerfahrten im Jeep. Wir durften oben auf dem Dach sitzen, ein Perspektivwechsel, der die Dimensionen dieser Landschaft erst richtig erfahrbar macht. Während die Sonne langsam hinter den Dünen versank, verwandelte sich die Wüste in ein Farbenmeer aus Gold, Kupfer, Rot und Violett. Die Stille, das Licht und diese unendliche Weite… Momente, die sich nicht fotografieren lassen und die man nie vergisst.

An den Morgenstunden erkundeten wir die Wüste zu Fuß gemeinsam mit einem Buschmann. Was auf den ersten Blick karg und lebensfeindlich wirkt, entpuppte sich als überraschend lebendig. Kleine Pflanzen, Spuren von Tieren, perfekt angepasste Überlebensstrategien. Wir waren tief beeindruckt, wie vielfältig und spannend die Flora und Fauna dieser scheinbar leeren Landschaft ist, wenn man lernt, genau hinzusehen.

Unser nächstes Abenteuer stand bevor – und der Abschied von der Namib-Wüste fiel uns überraschend schwer. Früh am Morgen stiegen wir in ein kleines Propellerflugzeug. Ein Detail, das diese Reise so besonders machte: Der Pilot hatte bei uns in der Lodge übernachtet. Namibia verabschiedete sich noch einmal von oben, während wir zurück nach Windhoek flogen und dort für unseren Weiterflug nach Botswana eincheckten.


Botswana

In Maun angekommen, ging es direkt weiter mit einem Kleinflugzeug zu unserem nächsten Ziel, dem Stanley Airstrip. In Botswana gehören diese Flüge zum Alltag. Sie sind weniger Linienverkehr und mehr eine Mischung aus Bus- und Taxifahrt. Man steigt ein, es sitzen bereits einige Gäste an Bord, der Pilot erklärt kurz, bei welchem Airstrip man aussteigen wird, und unterwegs steigen immer wieder Passagiere aus oder zu. Ein ebenso pragmatisches wie faszinierendes System und ein Erlebnis für sich.

Am Airstrip wurden wir bereits von unserer Guide Lena herzlich empfangen und zur Baines’ Lodge gebracht. Die Lodge liegt traumhaft in einer Lagune des Okavango-Deltas und besteht aus nur wenigen, sehr großzügigen Suiten auf Stelzen, die einen freien Blick über das Wasser ermöglichen. Holz, Naturmaterialien und ein offenes Design schaffen eine Atmosphäre von Leichtigkeit und Eleganz – luxuriös, aber vollkommen im Einklang mit der Natur. Von der Terrasse blickt man direkt in das Delta, wo sich Himmel, Wasser und Vegetation spiegeln.

Am Abend stand eine Mokoro-Fahrt auf dem Programm. Lautlos glitt das traditionelle Einbaumboot durchs Wasser, vorbei an blühenden Seerosen und dichtem Schilf. Der Sonnenuntergang tauchte das Delta in warmes Licht, während wir bei einem Sundowner die Stille genossen. Mit Einbruch der Dunkelheit übernahmen die Geräusche der Nacht: das Zirpen der Insekten, das Rufen der Frösche, ferne Tierlaute…Eine ganz eigene, faszinierende Klangkulisse.

Der nächste Morgen hielt ein Erlebnis bereit, das selbst erfahrene Safari-Gäste sprachlos macht. Während der Pirschfahrt entdeckten wir ein Rudel Wild Dogs, das gerade erfolgreich Beute gemacht hatte. Plötzlich, wie aus dem Nichts, stürmte ein weiteres Rudel aus dem Hinterhalt heran. Wilde Schreie, hohe Töne, pure Dynamik. Ein intensiver Kampf um die Beute entbrannte, voller Energie und Spannung. Selbst Lena war sichtlich aufgeregt…ein Schauspiel, das man nur extrem selten beobachten kann.


Selinda Great Plains Lodge

Nach der morgendlichen Safari hieß es erneut Abschied nehmen. Mit einem Kleinflugzeug flogen wir weiter zu unserer nächsten Station: Selinda Camp, einer der Great Plains Lodges, gelegen im privaten Selinda Reserve im Norden Botswanas. Bereits aus der Luft wurde deutlich, wie abwechslungsreich diese Region ist. Ein faszinierender Übergang zwischen Okavango-Delta und Savuti-Gebiet.Selinda Camp verkörpert klassisches Safari-Feeling auf höchstem Niveau. Die großzügigen Zelt-Suiten sind elegant, zeitlos und bewusst im Stil der großen Entdecker gehalten. Holz, Leder und Messing schaffen eine warme Atmosphäre, während die offene Gestaltung stets den Blick in die Natur freigibt. Das Camp liegt traumhaft an einem Flusslauf, der sich direkt vor den Zelten entlangzieht.

Dort wurden wir bereits von unserem Guide Dollar erwartet, der uns zunächst bei einer kurzen Fahrt die Umgebung erklärte. Schon in den ersten Minuten wurde klar, wie lebendig dieser Ort ist: Direkt vor dem Camp lagen Nilpferde im Wasser, die gemächlich schwammen und regelmäßig lautstark Luft ausstießen. Ein typisches, fast meditatives Geräusch Afrikas. Der Empfang war herzlich und persönlich, man fühlte sich sofort angekommen.

Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, sich im Camp eine professionelle Kameraausrüstung auszuleihen. Ein Angebot, das ich begeistert angenommen habe. Für die Dauer unseres Aufenthalts stand mir eine hochwertige Kamera mit Teleobjektiv zur Verfügung, und ich konnte mich ganz auf das Fotografieren konzentrieren. Die daraus entstandenen Löwenbilder hätten problemlos als kitschige Poster durchgehen können, so perfekt wirkten Licht, Nähe und Szenerie.

Die folgenden Pirschfahrten mit Dollar waren schlicht außergewöhnlich. Wir hatten unglaublich viele und intensive Löwenbegegnungen, teils aus nächster Nähe. Dollar erwies sich als herausragender Fährtenleser – aufmerksam, ruhig und mit einem beeindruckenden Gespür für die Tiere und ihre Bewegungen. Er las Spuren im Sand, interpretierte kleinste Hinweise und führte uns immer wieder genau dorthin, wo das nächste Erlebnis wartete.


&beyond Sandibe

Nach zwei intensiven Tagen in Selinda führte unser Weg weiter zur nächsten Lodge – erneut per Kleinflugzeug. Ziel war die &Beyond Sandibe Okavango Safari Lodge, tief im Herzen des Okavango-Deltas gelegen. Schon beim Anflug zeigte sich die üppige, wasserreiche Landschaft dieser Region, ein starker Kontrast zu den trockeneren Gebieten zuvor.

Die Sandibe Lodge ist architektonisch etwas ganz Besonderes. Inspiriert von den Schuppen eines Pangolins fügt sich die Lodge organisch in die umgebende Vegetation ein. Geschwungene Formen, viel Holz und Naturmaterialien sowie offene Räume schaffen eine luxuriöse, zugleich sehr natürliche Atmosphäre. Die Suiten liegen eingebettet im Wald und bieten absolute Privatsphäre, während man von den Terrassen den Blick ins Delta schweifen lassen kann.

Am Airstrip wurden wir von unseren Guides City und Pro abgeholt – ein äußerst unterhaltsames Duo. Die beiden ergänzten sich perfekt und sorgten von Anfang an für gute Stimmung. Ihre Begeisterung für die Natur, gepaart mit Humor und großer Erfahrung, machte jede Pirschfahrt zu einem Erlebnis, bei dem wir nicht nur viel sahen, sondern auch viel lachten.

Auch hier erlebten wir wieder außergewöhnliche Momente. Besonders eindrücklich war eine Szene, in der ein Leopard von einer Gruppe Antilopen und Kudus regelrecht verjagt wurde. Die Tiere schlossen sich zusammen, machten laute Warn- und Drohlaute, stampften und hielten engen Kontakt zueinander. Dieser Zusammenhalt, diese kollektive Verteidigungsstrategie, war faszinierend zu beobachten ,ein eindrucksvolles Beispiel für die Dynamik und Intelligenz der Wildtiere.

Was uns während der gesamten Reise immer wieder berührte: In jeder Lodge wurden wir von einem Chor der Mitarbeiter mit wunderschönen Liedern begrüßt. Diese herzlichen Willkommensgesänge hatten nichts Inszeniertes, sondern wirkten ehrlich und warm. Man fühlte sich von der ersten Sekunde an willkommen. Nicht als Gast, sondern als Teil des Ortes. Und so fiel jeder Abschied schwer, egal wie sehr man sich auf das nächste Abenteuer freute.


Sambia

Von Sandibe aus flogen wir weiter nach Kasane, wo uns ein Fahrer abholte, um die Grenze nach Sambia zu überqueren. Damit endete unser Aufenthalt in Botswana – ein Abschied voller Erinnerungen an spektakuläre Tierbegegnungen, unvergessliche Landschaften und unglaublich intensive Tage. Nach den notwendigen Einreiseformalitäten holte uns unser Guide David ab und brachte uns zur Royal Chundu Zambezi River Lodge.

Die Lodge liegt idyllisch am Zambezi-Fluss und bietet luxuriöse Rückzugsmöglichkeiten inmitten üppiger Natur. Holz, offene Architektur und großzügige Suiten mit Blick auf den Fluss schaffen ein Gefühl von Ruhe und Leichtigkeit. Sofort spürten wir: Die letzten Tage waren aufregend, aber auch anstrengend gewesen. Umso schöner war die Aussicht auf entspannte Stunden direkt am Wasser, das sanft an die Ufer plätscherte.

Dass wir die einzigen Gäste der Lodge waren, machte den Aufenthalt besonders. Das Team kümmerte sich mit großer Aufmerksamkeit und Herzlichkeit um uns – man fühlte sich wie Könige. Einer unserer Höhepunkte war ein Ausflug ins nahegelegene Dorf. Dort lernten wir Edith kennen, eine Art Dorfvorstand. Sie erzählte stolz, dass 28 ihrer Enkelkinder in der Lodge arbeiten und wie die Präsenz der Lodge das Leben im Dorf positiv verändert hat. Trotz der schlichten Lebensumstände des Lehmhüttendorfes beeindruckten uns die Fröhlichkeit, der Optimismus und die Leidenschaft der Menschen zutiefst.

Abends unternahmen wir Sundowner-Fahrten auf dem Zambesi, die so entschleunigend waren, dass man das Gefühl für Zeit völlig verlor. Das sanfte Gleiten des Bootes, das Glitzern des Wassers im letzten Licht und die Stille der Natur wirkten wie Balsam nach den ereignisreichen Tagen zuvor.

Am Abreisetag blieb uns noch etwas Zeit, bevor es nach Johannesburg ging. Wir nutzten sie für ein weiteres Highlight: einen Helikopterflug über die Victoriafälle. Das tosende Wasser, die Regenbögen im Spray und die Dimensionen dieses Naturwunders aus der Luft – ein spektakulärer Abschluss einer Reise, die uns auf so vielen Ebenen berührt hatte.

„Afrika ist ein Ort endloser Horizonte, wo der Mensch sich klein und gleichzeitig lebendig fühlt.“

Wir kommen zurück!

Gabriele & Andras